Der Prototyp besteht bereits aus mehreren Agenten, aber niemand kann eindeutig sagen, wer Zustände verwaltet, Aufgaben weitergibt oder eine menschliche Freigabe auslöst.
Die schnellste Entscheidung lautet: Agency Agents für sofort nutzbare Rollen und Prompt-Vorlagen, CrewAI für schnell aufgebaute Agenten-Workflows; AutoGen ist für neue Projekte nur noch nach Prüfung der offiziellen Nachfolgeroute sinnvoll.
Dieser Artikel richtet sich an:
- Entwickler, die ein Open-Source-Projekt für einen einzelnen Agenten oder ein Multi-Agent-System auswählen;
- Start-ups, die eine Agentenarchitektur zunächst validieren müssen;
- technische Verantwortliche, die bestehende CrewAI- oder AutoGen-Anwendungen stabilisieren oder migrieren.
Zuletzt aktualisiert am 14.08.2026. Die Aussagen wurden anhand der offiziellen Repositories, Dokumentationen, Release-Hinweise und Wartungserklärungen von Agency Agents, CrewAI und AutoGen geprüft.
Bewertungsrahmen für das Ranking
Die drei Projekte gehören nicht zur selben Produktklasse. Wer sie in eine einzige Tabelle mit pauschalen Kriterien wie „Autonomie“ oder „Produktionsreife“ presst, erhält ein irreführendes Ergebnis.
Agency Agents ist im Kern eine Sammlung rollenbasierter Agentenprofile. Diese Profile liefern Identität, Arbeitsweise, Fachgebiet, Erwartungen und teilweise definierte Ergebnisse für verschiedene Coding- und Agentenwerkzeuge. Das Projekt ersetzt jedoch nicht automatisch einen Workflow-Controller, eine Zustandsmaschine oder eine Laufzeitumgebung. Das offizielle Repository beschreibt unter anderem Agentendateien mit Rollenbeschreibung, Persönlichkeit, Gedächtnis- beziehungsweise Kontextregeln und konkreten Aufgaben. Zur offiziellen Agency-Agents-Dokumentation
CrewAI ist ein Python-Framework für die Zusammenarbeit mehrerer Agenten und für ereignisbasierte Abläufe. Die zentrale Unterscheidung lautet „Crews“ für rollenbasierte Zusammenarbeit und „Flows“ für kontrollierte, zustandsbehaftete Workflows. Dadurch lässt sich ein Prototyp mit mehreren Rollen aufbauen und später stärker in deterministische Anwendungscode-Strukturen überführen. Die offizielle CrewAI-Übersicht beschreibt beide Ebenen ausdrücklich.
AutoGen stellt eine geschichtete Multi-Agent-Architektur bereit. Das offizielle Repository nennt Core API, AgentChat API und Extensions API als getrennte Ebenen. Gleichzeitig befindet sich AutoGen laut Maintainer-Erklärung im Wartungsmodus; für neue Projekte wird der offizielle Nachfolger Microsoft Agent Framework empfohlen. Zum offiziellen AutoGen-Repository
Damit werden im Ranking vier gemeinsame Entscheidungsachsen verwendet:
- Funktionale Position: Rollenbibliothek, Orchestrierungsframework oder historisches Framework;
- Workflow- und Zustandskontrolle: Aufgabenverteilung, Nachrichtenfluss, Tool-Aufrufe und Statusverwaltung;
- Wartungs- und Migrationsrisiko: Dokumentation, Weiterentwicklung und offiziell kommunizierte Zukunft;
- Deployment-Aufwand: lokale Umgebung, Remote-Rechner, API-Abhängigkeiten und dauerhafte Ausführung.
Rangliste nach Projektklasse
Das folgende Ranking ist kein pauschaler Siegervergleich. Es zeigt, welches Projekt unter einer bestimmten Voraussetzung die geringste Fehlentscheidung verursacht.
| Rang | Projekt | Primäre Funktion | Beste Einsatzlage | Wichtigste Einschränkung |
|---|---|---|---|---|
| 1 | CrewAI | Agenten- und Workflow-Orchestrierung | Schneller Multi-Agent-Prototyp mit späterer Strukturierung | Zustände, Tools und Freigaben müssen sauber modelliert werden |
| 2 | Agency Agents | Rollen- und Prompt-Vorlagen | Einzelne Agenten in Coding- und Produktivitätswerkzeugen | Kein vollständiger Ersatz für Workflow- und Laufzeitlogik |
| 3 | AutoGen | Geschichtete Multi-Agent-API | Bestehende Systeme, Migration und gezielte Wartung | Für neue Projekte offiziell nicht mehr die bevorzugte Route |
Diese Reihenfolge gilt vor allem für eine neue technische Initiative, die ein echtes Agentensystem und nicht nur eine Sammlung von Rollenprofilen bauen möchte. Für einen einzelnen Entwickler, der innerhalb weniger Minuten einen spezialisierten Coding-Agenten ausprobieren will, kann Agency Agents praktisch an erster Stelle stehen.
Agency Agents und CrewAI im direkten Unterschied
Der entscheidende Unterschied liegt in der Abstraktionsebene. Agency Agents beantwortet primär die Frage: Wie soll ein Agent denken, kommunizieren und Ergebnisse liefern? CrewAI beantwortet zusätzlich: Welche Agenten arbeiten in welcher Reihenfolge zusammen, welche Aufgaben erhalten sie und wie wird der Ablauf kontrolliert?
Agency Agents eignet sich deshalb, wenn ein vorhandenes Werkzeug bereits die Ausführung übernimmt. Ein Entwickler kann beispielsweise ein Profil für Architektur, Qualitätssicherung oder DevOps auswählen und dessen Anweisungen in eine bestehende Umgebung integrieren. Die offizielle Projektstruktur verwendet dafür getrennte Agentendateien mit Identität, Fachgebiet und Kernaufgaben. Das beschleunigt die Rollenfindung, erzeugt aber noch keine belastbare Prozesssteuerung.
CrewAI bringt dagegen Agenten, Aufgaben, Crews und Flows zusammen. In der offiziellen Dokumentation werden Rollen, Ziele, Hintergrundbeschreibung, Tools, Gedächtnis, Iterationsgrenzen und Kontextfenster als konfigurierbare Agenteneigenschaften beschrieben. Außerdem können Flows Zustände, Verzweigungen und Ereignisse kontrollieren. Die offiziellen CrewAI-Agentenkonzepte sind deshalb für eine Architekturprüfung wichtiger als bloße Community-Rankings.
| Entscheidungskriterium | Agency Agents | CrewAI | AutoGen |
|---|---|---|---|
| Rollen schnell ausprobieren | Sehr stark | Stark | Möglich, aber stärker API-orientiert |
| Mehrere Agenten koordinieren | Nur mit zusätzlicher Laufzeit | Zentrale Funktion | Zentrale historische Funktion |
| Zustandsverwaltung | Nicht der Hauptzweck | Über Flows und Anwendungscode | Über Core- und AgentChat-Ebenen |
| Menschliche Freigabe | Muss vom verwendeten Werkzeug kommen | Als Workflow-Schritt integrierbar | Abhängig vom konkreten Muster |
| Neue Projekte im August 2026 | Als Rollenbibliothek geeignet | Erste Wahl für viele Python-Prototypen | Nur nach bewusster Prüfung |
| Migration bestehender Systeme | Nicht primär dafür gedacht | Als neue Zielarchitektur möglich | Offizielle Migration prüfen |
Orchestrierung, Status und menschliche Kontrolle
Aufgabenzerlegung und Nachrichtenfluss
Bei einem Multi-Agent-System reicht es nicht, mehrere Rollenbeschreibungen zu besitzen. Das System muss festlegen, wann eine Aufgabe aufgeteilt wird, welche Eingabe an den nächsten Agenten geht und was als gültiges Ergebnis gilt.
CrewAI trennt dafür Crews und Flows. Crews modellieren Teams von Agenten mit Rollen und Aufgaben; Flows bilden kontrolliertere Abläufe mit Zuständen, Verzweigungen und Ereignissen. Diese Kombination ist für einen Prototyp nützlich, der später nicht vollständig neu geschrieben werden soll.
AutoGen bietet mit AgentChat eine höher abstrahierte Schnittstelle für gängige Gesprächsmuster und mit Core eine niedrigere, ereignisorientierte Ebene. Diese Schichtung kann für bestehende Systeme wertvoll sein, erhöht aber die Auswahl- und Migrationsarbeit. Die offizielle Beschreibung nennt außerdem Erweiterungen für Modellzugriffe und Codeausführung. Das sind belastbare API-Eigenschaften; daraus sollte jedoch keine pauschale Bewertung der „Autonomie“ abgeleitet werden.
Agency Agents liefert dagegen vor allem das Verhalten einzelner Rollen. Die Sammlung kann in Kombination mit einem Orchestrator nützlich sein, ist aber allein kein Beleg für Aufgabenverteilung, parallele Ausführung oder Wiederaufnahme nach Fehlern.
Statusverwaltung und Tool-Aufrufe
Ein produktionsnaher Ablauf benötigt mindestens drei getrennte Zustände:
- den fachlichen Zustand der Aufgabe, etwa „Recherche abgeschlossen“;
- den technischen Ausführungszustand, etwa „Tool-Aufruf fehlgeschlagen“;
- den Freigabestatus, etwa „menschliche Prüfung erforderlich“.
CrewAI dokumentiert Tools, Speicher, Kontextverwaltung, strukturierte Ergebnisse und menschliche Eingaben als Bausteine seiner Anwendungen. Die Dokumentation weist außerdem darauf hin, dass das Framework bei zu großem Kontext automatisch zusammenfassen oder die Ausführung stoppen kann, abhängig von der Konfiguration. Diese Grenze sollte im Testfall überprüft werden, bevor lange Agentenschleifen produktiv laufen.
Bei Agency Agents müssen diese Zustände außerhalb der Rollenbeschreibung umgesetzt werden. Ein Profil kann eine Prüfung verlangen, aber es entscheidet nicht automatisch, ob ein Deployment blockiert, ein Pull Request erstellt oder ein Auftrag erneut gestartet wird.
AutoGen kann solche Muster über seine APIs abbilden, doch die Wartungsphase verändert die Entscheidung: Neue Funktionen, Fehlerkorrekturen und Integrationen sollten nicht selbstverständlich im bisherigen Tempo erwartet werden. Für ein vorhandenes AutoGen-System kann die Architektur weiterhin tragfähig sein; für ein neues System muss die langfristige Unterstützung höher gewichtet werden als die historische Bekanntheit.
Hinweis aus der Architekturpraxis: Eine Rolle, die „vor dem Deployment prüfen“ soll, ist noch keine technische Freigabestufe. Die Freigabe muss als überprüfbarer Zustand mit definiertem Abbruchverhalten implementiert werden.
Wartungsstatus und Migrationsrisiko
Eignet sich AutoGen 2026 noch für ein neues Projekt?
Für ein neues Projekt sollte AutoGen nicht allein wegen seiner Bekanntheit gewählt werden. Das offizielle Repository erklärt ausdrücklich, dass AutoGen im Wartungsmodus ist. Bestehende Nutzer können die vorhandene Architektur weiterverwenden, während neue Projekte auf Microsoft Agent Framework ausgerichtet werden sollen. Beiträge zum AutoGen-Projekt konzentrieren sich laut Maintainer-Hinweis auf Fehlerbehebungen, Sicherheitskorrekturen und Dokumentationsverbesserungen. Die offizielle Wartungserklärung und Migrationsroute
Die praktische Konsequenz ist nicht, dass jedes AutoGen-System sofort ersetzt werden muss. Entscheidend sind drei Fälle:
- Bestehende stabile Anwendung: Weiterbetrieb kann sinnvoll sein, wenn Abhängigkeiten eingefroren, Sicherheitsupdates beobachtet und Schnittstellen getestet werden.
- Neue Anwendung mit langer Lebensdauer: Vor dem Start sollte der offizielle Nachfolger evaluiert werden.
- Forschungs- oder Lernprojekt: AutoGen bleibt als Referenz für bestimmte Multi-Agent-Muster interessant, sofern das begrenzte Wartungsmodell akzeptiert wird.
CrewAI wirkt für neue Python-Prototypen derzeit geeigneter, weil die offizielle Dokumentation sowohl schnelle Agenten-Definitionen als auch Flows für kontrollierte Abläufe beschreibt. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jede CrewAI-Anwendung produktionsbereit ist. Produktionsfähigkeit entsteht erst durch Tests, Budgetgrenzen, Wiederholungslogik, Protokollierung, Zugriffskontrollen und eine klare Datenhaltung.
Bei Agency Agents sollte der Wartungsstatus nicht nur anhand der Zahl der verfügbaren Profile beurteilt werden. Die offizielle Website nennt mehr als 140 rollenbasierte Agentenprofile; das Repository und die Website zeigen jedoch unterschiedliche aktuelle Zählstände. Diese Abweichung ist selbst ein Grund, die konkrete Version und den Inhalt vor einer Übernahme in ein internes Template-Repository zu prüfen. Die Projektübersicht von Agency Agents
Deployment-Umgebung und laufende Kosten
Welche Umgebung benötigt ein Open-Source-AI-Agent-Projekt?
Die drei Projekte benötigen unterschiedliche technische Voraussetzungen, obwohl die eigentlichen Modellaufrufe meist über externe oder lokal bereitgestellte Sprachmodelle erfolgen.
Bei CrewAI nennt das offizielle Repository Python ab Version 3.10 und unter Version 3.14 als unterstützten Bereich. Die Installation wird mit UV beschrieben; je nach Tool-Auswahl kommen zusätzliche Abhängigkeiten hinzu. Für ein reproduzierbares Setup sollten Python-Version, Paket-Lockfile, Umgebungsvariablen und externe Tool-Schlüssel gemeinsam versioniert beziehungsweise sicher verwaltet werden. Die offiziellen Installationshinweise von CrewAI
Agency Agents benötigt als Sammlung von Profilen weniger Laufzeitlogik. Der tatsächliche Ressourcenbedarf entsteht durch das verwendete Coding- oder Agentenwerkzeug, die Modellverbindung, die Größe des Repositorys und die Zahl paralleler Prozesse. Für lokale Tests genügt häufig ein Entwicklerrechner; dauerhafte Agentenläufe mit mehreren Arbeitsverzeichnissen benötigen jedoch Prozessüberwachung, isolierte Secrets und ausreichend Arbeitsspeicher.
AutoGen ist technisch anspruchsvoller zu bewerten, weil die Architektur mehrere API-Ebenen und Erweiterungen umfasst. Ein vorhandenes System kann lokale oder verteilte Laufzeitkomponenten, Modelladapter und Codeausführung kombinieren. Vor einer Migration sollte daher nicht nur der Quellcode, sondern auch der Nachrichtenfluss, die Zustandsübergaben und die Tool-Sicherheitsgrenzen inventarisiert werden.
Die drei Lieferoptionen sollten getrennt betrachtet werden:
- Lokaler Rechner: geeignet für Einzeltests, Prompt-Entwicklung und begrenzte parallele Abläufe;
- Remote-Mac: sinnvoll, wenn eine macOS-basierte Toolchain, dauerhaft erreichbare Entwicklungsumgebung oder getrennte Arbeitsplätze benötigt werden;
- Cloud-Agent-Host: sinnvoll für kontinuierliche Jobs, zentrale Protokollierung, CI/CD und mehrere Teammitglieder, erhöht jedoch Kosten-, Datenschutz- und Zugriffsanforderungen.
Für DSGVO-relevante Daten müssen API-Schlüssel, Quellcode, Protokolle und Zwischenstände vor dem ersten Lauf klassifiziert werden. Ein Framework kann keine Datenschutzfreigabe ersetzen. Besonders kritisch sind automatisch gespeicherte Kontexte, Tool-Ausgaben und Dateien, die ein Agent in einem Arbeitsverzeichnis anlegt.
Auswahl nach Teamphase
Persönliches Experiment
Erste Wahl: Agency Agents.
Alternative: CrewAI, wenn bereits mehrere Rollen in einem kontrollierten Ablauf zusammenspielen sollen.
Vermeiden: AutoGen als Standard für ein neues, langfristig gepflegtes Projekt.
Agency Agents verkürzt die Zeit bis zum ersten brauchbaren Rollenprofil. Die Sammlung ist deshalb besonders geeignet, wenn zunächst geprüft werden soll, ob eine bestimmte Fachrolle bessere Ergebnisse liefert als ein allgemeiner Agent.
Schneller Multi-Agent-Prototyp
Erste Wahl: CrewAI.
Alternative: Agency Agents als Rollenquelle innerhalb eines zusätzlichen Orchestrierungsdesigns.
Vermeiden: eine Rollenbibliothek ohne explizite Status- und Abbruchlogik als vollständige Architektur zu behandeln.
CrewAI ist hier der stärkste Kandidat, weil Crews und Flows zwei unterschiedliche Kontrollbedürfnisse abdecken. Ein Team kann zunächst kollaborative Rollen testen und anschließend die stabilen Schritte in einen Flow überführen.
Bestehendes AutoGen-Projekt
Erste Wahl: kontrollierter Weiterbetrieb mit Migrationsprüfung.
Alternative: Migration zur offiziell empfohlenen Nachfolgeroute oder Neubewertung von CrewAI.
Vermeiden: ein ungeplanter Komplettumbau ohne Kompatibilitätstests.
Vor einer Migration sollten mindestens Nachrichtenformate, Tool-Schnittstellen, Fehlerbehandlung, Wiederholungslogik und menschliche Freigaben als Testfälle dokumentiert werden. Historische Tutorials dürfen nicht als Beleg für den aktuellen Wartungsstatus gelten.
Produktionsorientiertes Team
Erste Wahl: CrewAI für einen Python-nativen Prototyp, sofern Flows, Sicherheitsgrenzen und Beobachtbarkeit explizit umgesetzt werden.
Alternative: eine offiziell langfristig unterstützte Nachfolgeroute, wenn die Anforderungen bereits über einen einfachen Framework-Prototyp hinausgehen.
Vermeiden: AutoGen nur wegen vorhandener Beispiele oder GitHub-Bekanntheit neu einzuführen.
Erfahrungshinweis: Für Produktionsentscheidungen sind Release-Aktivität, Migrationshinweise und reproduzierbare Tests aussagekräftiger als eine einzelne Star-Zahl. Sterne zeigen Aufmerksamkeit, aber weder API-Stabilität noch Sicherheitsverantwortung.
Prüfliste vor der technischen Festlegung
- [ ] Ist eindeutig dokumentiert, ob eine Rollenbibliothek oder ein vollständiges Orchestrierungsframework benötigt wird?
- [ ] Sind Aufgaben, Übergabepunkte und erwartete Ergebnisse für jeden Agenten definiert?
- [ ] Gibt es für jeden Tool-Aufruf ein Timeout, eine Fehlerbehandlung und eine Begrenzung für Wiederholungen?
- [ ] Werden fachlicher Zustand, technischer Ausführungsstatus und menschliche Freigabe getrennt gespeichert?
- [ ] Sind Modellschlüssel, Repository-Zugriff und externe Dienste nach dem Prinzip der geringsten Rechte abgesichert?
- [ ] Wurde ein Test mit absichtlich fehlerhaftem Tool-Ergebnis durchgeführt?
- [ ] Wurde geprüft, wie große Kontexte zusammengefasst, verworfen oder abgebrochen werden?
- [ ] Sind Python-Version, Lockfile und Systemabhängigkeiten reproduzierbar festgelegt?
- [ ] Wurde für AutoGen die offizielle Migrationsroute geprüft, statt nur ein älteres Tutorial zu übernehmen?
- [ ] Ist entschieden, ob lokale Hardware, ein Remote-Mac oder ein dauerhaft laufender Cloud-Host die richtige Betriebsform ist?
- [ ] Sind Protokollierung, Datenschutz und Löschfristen für Agenteninteraktionen festgelegt?
- [ ] Gibt es einen Rückfallplan, falls ein Framework-Update die Tool- oder Nachrichtenstruktur verändert?
Fazit für die Projektentscheidung
Das beste Open-Source-Projekt für AI-Agenten 2026 hängt nicht zuerst von der Zahl der Beispiele ab, sondern davon, welche Schicht tatsächlich benötigt wird. Agency Agents gewinnt bei der schnellen Wiederverwendung spezialisierter Rollen und Prompt-Strukturen. CrewAI gewinnt bei neuen Multi-Agent-Prototypen, die Aufgaben, Rollen, Zustände und kontrollierte Workflows in einer Python-Anwendung verbinden sollen. AutoGen bleibt für bestehende Installationen und als historische Architektur relevant, ist aber wegen des offiziell erklärten Wartungsmodus keine automatische Erstwahl für neue Vorhaben.
Nach der Framework-Auswahl entscheidet die Betriebsumgebung über Stabilität und Kosten. Ein lokaler Rechner ist für kurze Experimente unkompliziert, stößt bei dauerhaft laufenden Agenten, parallelen Arbeitsverzeichnissen und Teamzugriffen jedoch schnell an Grenzen. Ein eigener Cloud-Host bringt mehr Dauerbetrieb und zentrale Verwaltung, verlangt aber zusätzliche Kontrollen für Netzwerkzugriff, Secrets, Protokolle und DSGVO. Ein Remote-Mac kann dagegen sinnvoll sein, wenn macOS-Tools, getrennte Entwicklungsumgebungen oder eine zeitweise benötigte Agentenmaschine wichtiger sind als maximale Cloud-Elastizität.
Wer nur gelegentlich Agenten testet, sollte deshalb nicht vorschnell eigene Hardware dauerhaft binden. Für die nächste Planungsstufe eignen sich die Hinweise zur AI-Agent-Cloud-Bereitstellung und die Übersicht zum Mieten eines Mac mini, um Laufzeit, parallele Aufgaben und Zugriffsschutz getrennt zu bewerten. Für Fragen zu einer passenden temporären Umgebung kann zusätzlich der Kontakt zu Zutcloud genutzt werden.
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